Welche Mischkultur-Partner passen zu Basilikum?
Basilikum ist im Gemüsegarten mehr als nur ein Küchenkraut. Mit seinem intensiven Duft gilt es als guter Begleiter für viele wärmeliebende Gemüse und lockt mit seinen Blüten Bestäuber und Nützlinge an.
- Tomaten: Die klassische Kombination funktioniert auch im Beet. Beide lieben Wärme und einen geschützten Platz, und Basilikum nutzt den lichten Schatten unter den Tomatenpflanzen.
- Paprika und Auberginen: Auch sie bevorzugen sonnige, warme Standorte und passen gut zu Basilikum.
- Gurken: Im Gewächshaus oder Folientunnel teilen sich Gurken und Basilikum die feuchtwarme Luft.
- Weniger geeignet: Melisse, Thymian und Rosmarin haben andere Ansprüche an Wasser und Nährstoffe. Basilikum braucht mehr Feuchtigkeit und einen nährstoffreicheren Boden als diese Kräuter.
Achte beim Gießen darauf, dass du Basilikum möglichst nur an der Wurzel wässerst und die Blätter trocken bleiben. Das beugt Pilzkrankheiten vor, besonders wenn die Pflanzen eng stehen.
Wie vermehrst du Basilikum über Stecklinge und Saatgut?
Neben der Aussaat lässt sich Basilikum sehr einfach über Stecklinge vermehren. So holst du aus einer gekauften Topfpflanze schnell mehrere kräftige Einzelpflanzen heraus.
Stecklinge bewurzeln
Schneide einen Triebspitzen-Steckling unterhalb eines Blattknotens ab und entferne die unteren Blätter. Stelle ihn in ein Glas mit Wasser an einen hellen Platz ohne pralle Sonne. Nach einiger Zeit bilden sich Wurzeln, und du kannst den Steckling in Erde setzen. Wechsle das Wasser regelmäßig, damit es nicht fault.
Saatgut gewinnen
Lass eine oder mehrere Pflanzen bewusst blühen. Sobald die Blütenstände braun und trocken sind, schneidest du sie ab und reibst die kleinen schwarzen Samen über einem Tuch aus. Verschiedene Basilikumsorten kreuzen sich leicht über Insekten. Möchtest du sortenreines Saatgut, baust du nur eine Sorte zur Samengewinnung an oder hältst ausreichend Abstand zwischen den Sorten.
Wo bekommst du Saatgut, Pflanzen und Zubehör?
Vieles findest du in der Gärtnerei vor Ort. Wer online bestellen möchte, wird zum Beispiel hier fündig:
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Wie bringst du Basilikum gut durch den Winter?
Die meisten Basilikumsorten sind einjährig und frostempfindlich. Mit etwas Aufmerksamkeit kannst du aber auch im Winter frisches Basilikum ernten. Stelle die Pflanzen rechtzeitig vor den ersten kalten Nächten ins Haus an ein helles Südfenster. Zugluft und kalte Fensterbänke vertragen sie schlecht, eine Unterlage aus Holz oder Kork schützt vor kalten Füßen.
Im Winter wächst Basilikum langsamer. Gieße sparsam, aber regelmäßig, und verzichte auf Dünger. Mehrjährige Sorten wie Strauchbasilikum lassen sich besonders gut überwintern. Alternativ ziehst du im Herbst Stecklinge, die weniger Platz brauchen als die Mutterpflanze. Bei Lichtmangel werden die Triebe lang und dünn. Dann hilft es, die Pflanzen zurückzuschneiden und im Frühjahr neu austreiben zu lassen.

Basilikum anbauen klingt einfach, doch viele Pflanzen aus dem Supermarkt gehen nach wenigen Wochen ein. Der Grund: Basilikum ist ein wärmeliebendes Kraut aus den Tropen, das Kälte, nasse Füße und falsches Ernten schlecht verträgt. Mit der richtigen Aussaat, einem warmen Standort und dem passenden Schnitt erntest du dagegen von Juni bis Oktober buschige, aromatische Pflanzen. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du Basilikum aussäst, wo er am besten wächst, wie du richtig erntest und die Blätter für den Winter haltbar machst.
Das Wichtigste in Kürze
- Basilikum ist ein Lichtkeimer und keimt bei 20–25 °C. Vorkultur ab Ende März, Direktsaat erst ab Ende Mai.
- Ins Freie darf er erst nach den Eisheiligen, wenn die Nächte dauerhaft über 10 °C liegen.
- Standort sonnig, warm und geschützt, Boden humos und gleichmäßig feucht, ohne Staunässe.
- Triebspitzen über einem Blattpaar abschneiden statt einzelne Blätter zu zupfen, das macht die Pflanze buschig.
- Zum Haltbarmachen eignen sich Einfrieren und Einlegen in Öl besser als Trocknen.
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Wie gelingen Aussaat und Anzucht?
Basilikum (Ocimum basilicum) ist einjährig und wird jedes Jahr neu ausgesät. Die Vorkultur auf der Fensterbank beginnt ab Ende März bis Anfang Mai. Säe früher nur, wenn du eine Pflanzenlampe hast, sonst vergeilen die Sämlinge. Die Direktsaat ins Freiland lohnt sich erst ab Ende Mai bis Mitte Juni in warmen Lagen.
- Anzuchtschalen oder kleine Töpfe mit nährstoffarmer Anzuchterde füllen und anfeuchten.
- Samen dünn auf die Oberfläche streuen und nur andrücken, nicht mit Erde bedecken, da Basilikum ein Lichtkeimer ist.
- Die Erde mit einer Sprühflasche feucht halten und die Schale abdecken, zum Beispiel in einem Zimmergewächshaus*.
- Bei 20–25 °C keimen die Samen nach etwa fünf bis zehn Tagen. Unter 15 °C keimt Basilikum kaum.
- Nach dem ersten echten Blattpaar zu drei bis fünf Pflanzen in 9-cm-Töpfe pikieren.
- Ab Mitte Mai tagsüber an geschützten Plätzen draußen abhärten.
Hochwertiges Saatgut findest du in einem Bio-Kräuter-Samen-Set* oder als samenfeste Basilikum-Samen*, aus denen du später selbst Saatgut gewinnen kannst. Supermarkt-Töpfe enthalten meist 20 bis 40 dicht gedrängte Sämlinge. Teile den Ballen in drei bis vier Stücke und topfe sie einzeln um, dann wachsen sie deutlich kräftiger weiter.
Welcher Standort ist im Beet und im Topf richtig?
Basilikum braucht einen vollsonnigen, warmen und windgeschützten Platz. Ideal sind eine Südwand, ein Hochbeet, ein Gewächshaus oder ein geschützter Balkon. Der Boden sollte humos, locker, nährstoffreich und gleichmäßig feucht sein. Anders als Rosmarin oder Thymian ist Basilikum ein Mittelzehrer und wächst auf mageren, trockenen Böden schlecht. Pflanze mit 20–25 cm Abstand und arbeite vorher etwas reifen Kompost ein.
Im Topf wählst du Gefäße mit mindestens 15 cm Durchmesser und guter Drainage oder einen Kasten wie den LECHUZA Balconera Balkonkasten* mit Wasserspeicher. Gieße morgens direkt an die Wurzeln und nicht über die Blätter, denn nasses Laub über Nacht fördert Pilzkrankheiten. Ab Juni versorgst du Topfpflanzen alle zwei bis drei Wochen mit einem pflanzlichen Flüssigdünger oder verdünnter Brennnesseljauche.
Als Nachbar im Beet ist Basilikum beliebt bei Tomaten, Paprika und Gurken, weil alle ähnliche Ansprüche an Wärme und Wasser haben. Details dazu findest du im Beitrag Tomaten pflanzen und in der Mischkultur-Tabelle.

Welche Sorten gibt es im Überblick?
Neben dem klassischen Genoveser Basilikum gibt es zahlreiche Sorten mit ganz unterschiedlichem Aroma. Einige sind zudem widerstandsfähiger gegen Falschen Mehltau.
| Sorte | Aroma | Wuchs | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Genoveser Basilikum | klassisch, würzig-süß | 40–60 cm, große Blätter | ideal für Pesto und Tomatengerichte |
| ‚Prospera‘ | genoveser Typ | 40–50 cm | widerstandsfähig gegen Falschen Mehltau |
| Griechisches Buschbasilikum | kräftig, pfeffrig | 20–30 cm, kleinblättrig, kugelig | sehr gut für Töpfe und Balkonkästen |
| Thai-Basilikum | Anis und Lakritz | 30–40 cm, violette Stiele | hitzestabiler, für Currys und Wokgerichte |
| Zitronenbasilikum | frisch-zitronig | 30–40 cm | für Salate, Tee und Dressings |
| Strauchbasilikum ‚African Blue‘ | kampferartig, herb | bis 80 cm | mehrjährig, hell und frostfrei überwinterbar, beliebt bei Insekten |
Wie erntest du richtig und zögerst die Blüte hinaus?
Die erste Ernte ist möglich, sobald die Pflanze etwa 15–20 cm hoch ist und mehrere Blattpaare hat. Schneide ganze Triebspitzen knapp oberhalb eines Blattpaares ab. Aus den beiden Blattachseln wachsen danach zwei neue Triebe, und die Pflanze verzweigt sich. Zupfst du nur einzelne große Blätter ab, verkahlt der Stiel und die Pflanze wird dünn und instabil. Lass am Haupttrieb immer mindestens zwei bis drei Blattpaare stehen.
Sobald sich Blütenstände zeigen, knipst du sie aus. Mit der Blüte steckt die Pflanze ihre Kraft in die Samenbildung, die Blätter werden kleiner und etwas bitterer. Wer Saatgut gewinnen möchte, lässt gegen Ende des Sommers einzelne Pflanzen gezielt blühen. Ernte am besten am späten Vormittag, wenn das Laub trocken ist und das Aroma am intensivsten.
Welche Probleme und Krankheiten gibt es?
- Falscher Mehltau: gelbliche Aufhellungen zwischen den Blattadern, auf der Unterseite ein grauvioletter Belag. Befallene Pflanzen rasch entfernen, luftig stellen, nicht über das Laub gießen und resistente Sorten wie ‚Prospera‘ wählen.
- Umfallkrankheit: Sämlinge knicken am Stängelgrund ein. Frische Anzuchterde verwenden, weniger gießen und für Luftbewegung sorgen.
- Kälteschäden: schwarze Flecken und hängende Blätter nach kühlen Nächten. Pflanzen erst bei stabil warmem Wetter auspflanzen.
- Schnecken: Junge Pflanzen im Beet sind bei Schnecken sehr beliebt. Kultur im Topf oder Hochbeet und Tipps aus dem Beitrag Schnecken-Hausmittel helfen.
- Blattläuse und Weiße Fliege: vor allem unter Glas. Mit einem Wasserstrahl abspülen und Nützlinge wie Florfliegen fördern.
Wie machst du Basilikum haltbar?
Getrocknetes Basilikum verliert einen großen Teil seines Aromas. Wenn du trocknest, dann die Blätter schnell und schonend im Dörrautomaten* bei höchstens 35 °C. Besser eignen sich diese Methoden:
- Einfrieren: Blätter grob hacken, mit etwas Olivenöl oder Wasser in eine Eiswürfelform mit Deckel* füllen und portionsweise einfrieren.
- Veganes Pesto: Basilikum mit Olivenöl, gerösteten Pinienkernen oder Sonnenblumenkernen, Knoblauch, Salz und Hefeflocken pürieren. Im Glas mit Ölschicht bedeckt hält es im Kühlschrank etwa eine Woche, eingefroren mehrere Monate.
- Basilikumöl und -essig: Blätter in Essig einlegen oder Öl damit aromatisieren. Öl mit frischen Kräutern immer im Kühlschrank lagern und rasch verbrauchen.
- Kräutersalz: Frische Blätter mit grobem Meersalz pürieren und im offenen Glas trocknen lassen.
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FAQ – Basilikum anbauen
Wann darf Basilikum nach draußen?
Erst nach den Eisheiligen Mitte Mai, wenn die Nachttemperaturen dauerhaft über 10 °C liegen. In kühlen Jahren lieber bis Anfang Juni warten.
Warum geht mein Basilikum aus dem Supermarkt ein?
Die Töpfe sind zu dicht bepflanzt und die Pflanzen im Gewächshaus verweichlicht. Teile den Ballen, topfe um und gewöhne die Pflanzen langsam an die Sonne.
Ist Basilikum mehrjährig?
Das normale Basilikum ist einjährig. Strauchbasilikum wie ‚African Blue‘ lässt sich hell und bei 12–15 °C überwintern.
Wie oft muss ich Basilikum gießen?
Halte die Erde gleichmäßig leicht feucht. Im Topf ist an heißen Tagen tägliches Gießen am Morgen nötig, Staunässe musst du aber vermeiden.
Weiterlesen: Kräutergarten anlegen · Oregano anbauen · Selbstversorger-Balkon planen · Kräuterseife selber machen
Über diesen Ratgeber
Dieser Artikel wurde von der Redaktion von svsger.de erstellt, dem Ratgeber für rein pflanzliche Selbstversorgung. Die Angaben basieren auf gängiger Gartenbau-Fachliteratur, Empfehlungen von Gartenakademien und Landwirtschaftskammern sowie Sortenbeschreibungen von Saatgutanbietern. Aussaat- und Pflanzzeiten können je nach Region und Witterung um einige Wochen abweichen.
Quellen
Zuletzt aktualisiert: September 2026